8. Erstellen einer räumlichen Abfrage

 

Die räumliche Analyse mit ArcGis umfasst vier wesentliche Funktionen:   

  • Nachbarschaltsanalyse,

  • topologische Überlagerung,

  • Extraktion (Filterung) und

  • Netzwerkanalyse.  

Wenn Erscheinungen der realen Welt in digitale Objekte abstrahiert werden, können ihre räumlichen Beziehungen abgefragt und analysiert werden. Einige Werkzeuge der Nachbarschaftsanalyse von ArcGIS ermöglichen die Erstellung neuer Datensätze auf der Grundlage dieser räumlichen Beziehungen. Zu den Stärken von GIS-Anwendungen gehört die Zusammenführung getrennter Themen (Feature Classes) zu einem neuen Thema, das als Ergebnis eine Kombination der Eingabethemen darstellt. Die Anzahl der Elemente und Attributfelder im Ausgabethema hängt von der Methode der Überlagerung ab.

 

 

 

Übung:

 

  • um räumliche Abfragen mit ArcGis zu erstellen, muss man den "Geoprocessing Wizard" starten

       > Tools > Geoprocessing Wizard

 

 

Die verschiedenen Funktionen der räumlichen Abfrage sind:

 

1. Die Funktion Dissolve vereinigt benachbarte Objekte de gleichen Geometrietyps wenn sie 

   identische Attributwerte aufweisen. Es können Flächen- oder Liniengeometrien aggregiert

   werden. Das Ausgabethema enthält dabei immer den Geometrietyp des Eingabethemas. 

   Beachten Sie dabei, dass das Attribut, das der Aggregation zugrunde liegt, das einzige

   benutzerdefinierte Attribut ist, das Ihrem Ausgabedatenbestand hinzugefügt wird. 

   Sie können diesen zwar später mit den Attributen der Originaltabelle über eine Relation   

   verknüpfen, sollten aber darauf achten, dass eine Übertragung von Attributen eines 

   einzelnen Elementes auf eine Gruppe von Elementen nicht immer sinnvoll ist.

 

 

 

2. Mit der Funktion Merge werden zwei oder mehr Layer in einem einzigem Layer vereint.

    Attribute werden beibehalten, wenn sie die gleiche Bezeichnung haben.

 

 

 

 

3. Die Funktion Clip kopiert bestimmte Objekte eines Themas unter Verwendung eines

    anderen Themas heraus (ähnlich dem Ausstechen mit einer Plätzchenform). Das  

    Ergebnisthema enthält die unveränderten Attribute des Eingabethemas und passt sich

    in der Ausdehnung den Grenzen des Überlagerungsthemas an. Elemente des

    Eingabethemas können Punkte, Linien oder Flächen sein, das Überlagerungsthema muss 

    ein Polygon-Thema sein. Die Funktion Clip unterscheidet sich von der Funktion Intersect,  

    da das Ergebnisthema keine Attribute des Überlagerungsthemas enthält. 

 

 

 

4. lntersect kombiniert die Elemente und/oder Attribute zweier Coverages, die sich in ihrer

    Ausdehnung überlappen (Schnittmenge), in einem dritten Coverage. Sie können Punkte,

    Linien oder Polygone mit einem weiteren Polygon-coverage verschneiden. Das

    Ausgabe-Coverage enthält sowohl den gleichen Elementtyp des Eingabe-Coverages, 

    als auch sämtliche Felder beider Attributtabellen. Falls Ihre beiden Eingabe-Coverages nur

    Polygone enthalten, spiegelt das Ausgabe-Coverage eine Kombination der Elemente und der

    Attribute wieder.  

 

 

 

 

5. Union führt die Elemente zweier Polygon-Coverages zusammen, um ein neues

    Polygon-Coverage zu erstellen. Die Anzahl der Polygone im Ausgabe-Coverage ist 

    größer als die Summe der Polygone der beiden Eingabe-Coverages, da die einzelnen 

    Objekte in eine Vielzahl von Elementen aufgeteilt werden. Gemäß Voreinstellung enthält 

    die Attributtabelle des Ausgabe-Coverages alle Attribute (Felder) der Eingabe-Coverages.  

 

 

 

 

  • als Beispiel soll eine Verschneidung mit der Funktion "Clip" durchgeführt werden

  • dabei sollen aus dem Flurstückslayer die Flurstücke ausgewählt werden, die im

        Einzugsbereich des Brunnens liegen, indem man diesen Layer mit dem Pufferlayer des 

        Brunnens verschneidet

  • entsprechendes Verzeichnis und Namen für den Neuen Shapefile eingeben

  • dann > Fertig stellen klicken

 

 

 

  • neuer Layer wird im View dargestellt

 

 

 

  • in der Tabelle zu diesem Shapefile werden nun nur die Zeilen der Flurstücke angezeigt, 

        die im Einzugsgebiet des Brunnens liegen, so kann man z.B. schnell betroffene Besitzer

        ermitteln

 

 

 

 

 

 

 

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